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21.11.2017

Nachruf Die ASF trauert um Sanda Grätz

Nicole Maskus

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) trauert um die verdienstvolle Gleichstellungspolitikerin Sanda Grätz, die den Kampf gegen eine schwere Krankheit mit nur 68 Jahren verloren hat. Was Ungleichheit und Unfreiheit bedeuten, hat die gebürtige Rumänin in jungen Jahren hautnah erfahren. In der Konsequenz engagierte sie sich Ende 1972 schon wenige Monate nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland in der SPD. Als erste Frau, die 1978 an der Ruhr-Universität Bochum das Studium der Elektrotechnik absolvierte, schrieb die gelernte Diplom-Ingenieurin Gleichstellungsgeschichte.

Ihr persönliches Glück und ihr politisches Zuhause fand Sanda Grätz in Wuppertal, wo sie mit Mann und Kind lebte und vielseitig aktiv war. Ihre berufliche Erfüllung fand sie bis zum Erreichen des Ruhestandes an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, wo sie 37 Jahre im heutigen Zentrum für Informations- und Medientechnologie tätig war, bevor sie 2004 in das Amt der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten gewählt wurde. Zuvor war sie schon in Anerkennung ihrer Verdienste für das Gemeinwohl bereits mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

Sanda Grätz war in ehrenamtlichen Funktionen bis hin nach Europa auf allen politischen Ebenen engmaschig vernetzt, in der SPD vom Ortsverein bis zum Parteirat in Land und Bund. Sie gründete den Kinderschutzbund Wuppertal, betätigte sich in der Gewerkschaft ver.di und war Fördermitglied von Greenpeace, um nur einige ihrer Arbeitsfelder zu nennen. Im Stadtrat von Wuppertal kümmerte sie sich vor allem um Kultur.

Am meisten profitierte jedoch die ASF von ihrem unerschöpflichen Engagement mit einer Vielzahl von Verantwortlichkeiten auf lokaler und regionaler Ebene sowie in Land und Bund.

Ihre Fachkompetenz war innerhalb und außerhalb von ASF und SPD auch in einschlägigen Fachkommissionen und Weiterbildungseinrichtungen gefragt.

Elke Ferner, Bundesvorsitzende der ASF:

„Sanda Grätz wird uns sehr fehlen! Sie war eine Frau, die ihre Beharrlichkeit und Geduld in der Sache immer mit einem Lächeln zu kombinieren wusste, wie sie ihr Erfolgsprinzip einmal in einem Zeitungsinterview selbst beschrieb. Mit ihrer Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit öffnete sie die Herzen. Wir gedenken ihrer in tiefer Dankbarkeit. Ihr Wirken wird unvergessen bleiben. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt ihrem Mann Reinhard Grätz und ihrer Tochter Rebekka.“