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Inge Donnepp

Inge Donnepp, erste Frau an der Spitze eines Justizministeriums, wäre am 12. Dezember 2018 100 Jahre alt geworden

Inge Donnepp engagierte sich in der SPD, stritt für Reformen im Familienrecht und eine Neufassung des Abtreibungs-Paragraphen 218 des Strafgesetzbuches. 1973 wurde sie zur ersten Vorsitzenden der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in Nordrhein-Westfalen gewählt.

Ministerpräsident Heinz Kühn berief Inge Donnepp bei der Landtagswahl 1975 in seine Regierungsmannschaft und holte sie dann als Ministerin für Bundesangelegenheiten in sein Kabinett. In der Bonner Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen konnte Inge Donnepp in wenigen Jahren einen wesentlichen Beitrag leisten, all das umzusetzen, wofür sie Jahrzehnte gekämpft hatte. Bereits 1976 verabschiedete der Deutsche Bundestag einen Gesetzentwurf zur Reform des §218, der nach vergeblicher Einschaltung des Vermittlungsausschusses im Mai 1976 als 15. Strafrechtsänderungsgesetz (15. StÄG) in Kraft trat. Nur einen Monat später brachte eine Familienrechtsreform große rechtliche Fortschritte für die Frauen in Ehe und Familie. Eine Krönung ihrer Verdienste war 1977 die Berufung zum Mitglied der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen.

Inge Donnepp