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04.10.2018

Ein Jahr #Metoo

Ein Jahr ist es her, dass sich die Wut der Frauen mit einem Hashtag einen Weg gebahnt hat. Viele haben diesen Hashtag gebraucht, um sich einzugestehen, dass auch sie betroffen waren und/oder sind. Viele haben ihn gebraucht, um sich sicher genug zu fühlen, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Und viele haben ihn gebraucht, um zu merken, das auch sie bereits Täter waren oder eine eventuelle Täterschaft zu hinterfragen.

#Metoo hat viel bewirkt: hat den Startpunkt für Denkprozesse gegeben, hat eine Basis für das Überdenken von Stereotypen, hat vielleicht sogar einen weiteren Grundstein für ein gleichgestellteres, gewaltfreieres Miteinander der Geschlechter geschaffen.

Aber da sind wir beim Knackpunkt: #Metoo kann nicht mehr sein, als eben ein Startpunkt, eine Basis, eine Grundvoraussetzung für weitere Schritte, vor allem für politische Taten. Überall auf der Welt bleiben Opfer alleine, Taten unbestraft und sind Täter sich keiner Schuld bewusst. Mal, weil sie sich im Recht fühlen, mal, weil sie sich in ihrer Rolle wohl fühlen, mal, weil sie Frauen nicht als eigenständige Individuen wahrnehmen und ihnen keinen eigenen Willen zusprechen.

Deshalb bleibt weiterhin viel zu tun, zum Wohle der Frauen und der Männer. Dazu haben wir die Basis, eine ehrliche Auseinandersetzung, mit #Metoo für alle hörbar geschaffen. Nun müssen wir weiter an den ganzheitlichen Lösungen arbeiten, so wie wir dies als ASF seit unserer Gründung tun: Gewaltschutz- und Prävention, Abbau von Stereotypen, Bildung, gleiche Teilhabe von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft und der Schutz von Frauenrechten und bisher Erreichtem. Denn während wir auf der einen Seite Schritte vorwärtsgehen, laufen wir Gefahr, an anderer Stelle auch immer wieder Rückschritte erleben zu müssen.

Wir sind bereit, weiterhin an allen Fronten aktiv zu sein. Damit #Metoo in die Geschichte eingeht, aber uns nicht mehr lange in der Gegenwart begleiten muss.