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Aktuelles

19.08.2021

Pressemitteilung Sicherheit und Menschenrechte für Frauen – JETZT!

Foto: Frauen versammeln sich zu einer Demonstration in Kabul, um ihre Rechte unter der Taliban-Herrschaft einzufordern.
dpa

Der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) begrüßt die Entscheidung des SPD-Präsidiums, Frauenrechtsaktivistinnen und -aktivisten bei der Ausreise aus Afghanistan zu unterstützen.

„Ihnen muss auch in Deutschland Schutz angeboten werden“, so die Ko-Bundesvorsitzende Ulrike Häfner. Die Frauenrechtlerinnen hätten in den vergangenen Jahren viel Mut bewiesen, sich für Mädchen- und Frauenrechte und Demokratie eingesetzt. „Für diesen Einsatz werden sie jetzt mit dem Tode bedroht, sie und ihre Familien müssen schnell aus Afghanistan gerettet werden“.

Die Betroffenen brauchen sofortige Hilfe um der Terrormiliz zu entkommen. „Diesen Mädchen und Frauen droht nicht nur, dass sie keine Schule mehr besuchen oder nicht mehr arbeiten dürfen. Obwohl die Taliban im Moment anderes beteuern, wissen wir: Ihnen drohen sexualisierte Gewalt, Erniedrigung, Zwangsverheiratung und Versklavung. Wir sind in der Verantwortung und dürfen diese Frauen und Mädchen nicht ihrem Schicksal überlassen. Auch Familien mit Kindern, die in Nachbarstaaten flüchten konnten müssen mit humanitären Hilfsmaßnahmen kurzfristig und in bedarfsdeckendem Maße begegnet werden“, so Häfner weiter.

Die außenpolitischen Vertreter*innen der EU-Staaten kommen in Kürze zu einer Dringlichkeitssitzung über Afghanistan zusammen, die von Josep Borrell einberufen wurde. „Als SPD-Frauen fordern wir die EU auf, Position gegenüber dem Taliban-Regime für internationale Standards und Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte zu beziehen. Die externen und internen Migrations- und Asylpolitiken müssen im Einklang mit den grundlegenden Prinzipien und Werten der EU zur Gleichstellung von Frauen und Männern sowie den internationalen Menschenrechtskonventionen, einschließlich der Genfer Flüchtlingskonvention, CEDAW und der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates stehen“, fordert Maria Noichl, Ko-Bundesvorsitzende der ASF und Europaabgeordnete.

Die ASF bekräftig die Forderungen des europäischen Netzwerks von Frauen mit Migrationsgeschichte gegenüber der EU

  • alle Abschiebungen nach Afghanistan stoppen
  • humanitäre Korridore einrichten, damit afghanische Mädchen und Frauen sicher nach Europa gelangen können
  • sicherstellen, dass die Asylanträge afghanischer Mädchen und Frauen vorrangig behandelt werden, da sie Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt sind und in besonderem Maße in Afghanistan von Verfolgung, Gewalt und Mord bedroht sind.