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Vom Frauenwahlrecht zur Parität

Meilensteine der Gleichstellungspolitik


Das haben wir SPD-Frauen erreicht:

  • 1918: Das Frauenwahlrecht wird eingeführt.
  • 1949: Der Gleichstellungsgrundsatz wird in Artikel 3 GG verankert.
  • 1958: Mit dem Gleichberechtigungsgesetz ist die Entscheidung des Mannes bei Meinungsverschiedenheiten zwischen den Eheleuten nicht mehr ausschlaggebend.
  • 1976/77:Mit der Ehe- und Familienrechtsreform wird die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabenteilung in der Ehe abgeschafft und der Versorgungsausgleich eingeführt. Das Partnerschaftsprinzip ersetzt die „Hausfrauenehe“ und das Zerrüttungsprinzip ersetzt die Schuldfrage bei Scheidung.
  • 1992: Mit der Neuregelung des § 218 StGB können Frauen nach einer Beratung selbst über einenSchwangerschaftsabbruch entscheiden.
  • 1994: Artikel 3 GG wird ergänzt: „Der Staat fördertdie tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigungvon Frauen und Männern undwirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“
  • 1996: Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder mit Vollendung des 3. Lebensjahres wird eingeführt.
  • 1997: Die Vergewaltigung in der Ehe wird strafbar.
  • 2002: Mit dem Gewaltschutzgesetz wird der Opferschutz für Frauen und Mädchen verbessert.
  • 2007: Das Elterngeld löst das Erziehungsgeld ab.
  • 2013: Der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab dem1. Geburtstag wird eingeführt.
  • 2015: Das ElterngeldPlus wird eingeführt. Das Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen (Frauenquote) wird beschlossen.
  • 2016: Der Grundsatz „Nein heißt nein!“ wird im Sexualstrafrecht verankert.
  • 2017: Das Entgelttransparenzgesetz wird beschlossen.Die Pflegeberufe werden aufgewertet. Dabei wird auch das Schulgeld in der Altenpflege endlich überall abgeschafft.

Wahlrechtsänderung nur mit Parität!

Das Frauenwahlrecht wurde am 12.11.1918 verkündet. Bei der Wahl am 19.01.1919 konnten Frauen zum ersten Mal ein deutsches Parlament wählen und zum ersten Mal selbst gewählt werden.
Damals betrug der Frauenanteil in der Nationalversammlung nicht einmal 9 %.
Bei der Bundestagswahl 2017 ist der Frauenanteil von 36,5 % auf unter 31% gesunken, weil insbesondere für AfD, CDU/CSU und FDP kaum Frauen in den Bundestag gewählt wurden. Damit sinkt der Frauenanteil auf das Niveau von 1998.

In anderen Ländern wie in Frankreich wurden gesetzliche Maßnahmen ergriffen, damit Frauen und Männer gleichberechtigt in den Parlamenten vertreten sind. Bei der letzten Wahl zur Assemblée Nationale ist der Frauenanteil auf über 38% gestiegen – trotz Mehrheitswahlrecht.
Bei Kommunal- und Regionalwahlen ist bereits nahezu Parität erreicht.

Das zeigt: Wenn der politische Wille vorhanden ist und Parität im Wahlrecht verankert ist, kommt die Geschlechtergerechtigkeit in den Parlamenten voran. Die Parlamente auf allen Ebenen müssen die gesamte Gesellschaft repräsentieren – auch die Frauen.
100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts ist es jetzt an der Zeit, den guten Beispielen anderer Länder zu folgen und ein Paritätsgesetz in Deutschland auf den Weg zu bringen.


Wir SPD-Frauen rufen alle Frauen auf, sich unserer Forderung anzuschließen:

Wahlrechtsänderung nur mit Parität!

Chronik Frauenbewegung Ost

  • 1974 Die DDR erhält eine neue Verfassung. Art. 20, Abs. 2 lautet: „Mann und Frau sind gleichberechtigt und haben die gleiche Rechtsstellung in allen politischen Bereichen des gesellschaftlichen und persönlichen Lebens. Die Förderung der Frau, besonders in der beruflichen Qualifizierung, ist eine gesellschaftliche und staatliche Aufgabe.“

  • 1976 IX. Parteitag der SED beschließt „Die SED wird alles tun, um überall solche Bedingungen zu schaffen, damit die Frauen ihrer gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft immer besser gerecht werden können. Ihre Arbeits- und Lebensbedingungen werden weiter verbessert. Die Festigung der gesellschaftlichen Stellung und Persönlichkeitsentwicklung der Frauen erfordern, zielstrebig daran zu arbeiten, dass die Frauen ihre berufliche Tätigkeit noch erfolgreicher mit ihren Aufgaben als Mütter und in der Familie vereinbaren können.“
  • Einführung 26 Wochen Schwangerschaftsurlaub, bezahltes Babyjahr ab 2. Kind.
  • In der Volkskammer sind 34 % der Abgeordneten Frauen.
  • 1980 73 % aller Frauen in der DDR sind berufstätig.

  • 1981 Gründung der Arbeitsgruppe „Feministische Theologie“ in Ostberlin.

  • 1982 Neues Gesetz ermöglicht Frauen zwischen 18 und 25 Jahren Wehrdienstteilnahme. Zunehmende Gründung von Friedens-, Menschenrechts-, Umwelt- und Frauengruppen.

  • 1983 Verhaftung der Bürgerrechtlerinnen Bärbel Bohley und Ulrike Poppe mit erzwungener Freilassung aufgrund internationaler Protestwelle.

  • 1985 Teilnehmerinnen des Arbeitskreises „Lesben und Kirche“ werden vor Besuch der Gedenkstätte des Frauen-KZ in Ravensbrück verhaftet.
  • Auf DDR-Kirchentagen gibt es zunehmend Frauentage und eigenständige Lesbenveranstaltungen.

  • 1988 93 % aller Frauen in der DDR sind/werden Mütter.

  • 1989 § 151 StGB wird gestrichen, der homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen unter Strafe stellt.
  • 78,1% aller Frauen in der DDR sind zu diesem Zeitpunkt (noch) berufstätig.
  • Aus Bürgerinneninitiativen erwächst der „Unabhängige Frauenverband Deutschland“ (UFV).

Aktuelle ASF-Materialien im SPD-Shop

Im SPD-Shop gibt es zahlreiche Materialien zum Frauentag und Equal Pay Day: Link zum SPD-Shop

Die ASF hat auch in diesem Jahr Flyer erstellt.

Der Flyer "Vom Frauenwahlrecht zur Demokratie" fordert die Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in den Parlamenten – auf allen Ebenen!

Bestellt werden kann der ASF-Flyer hier: Link zum SPD-Shop

Außerdem gibt es auch eine individualisierbare Postkarte zu 100 Jahre Frauenwahlrecht: Link zur Postkarte

Die SPD bietet zu 100 Jahre Frauenwahlrecht noch eine Wandzeitung A2 oder A1 mit Marie Juchacz: Link zur Wandzeitung